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Weisser spart Platz und erhöht Flexibilität mit Shuttle-Technologie von viastore

Mehr Kartons pro Kubikmeter für den Versand

15.12.2015

Das erfolgreiche Projektteam (von links): Verkaufsleiter Markus Trinkl, Geschäftsführer Manfred Starnecker, IT-Leiter Rainer Gschwendtner und Saskia Sing, Einkauf, von Weisser Spulenkörper sowie Projektleiter Ludger Schmitz von viastore.
Bild 1: Das erfolgreiche Projektteam (von links): Verkaufsleiter Markus Trinkl, Geschäftsführer Manfred Starnecker, IT-Leiter Rainer Gschwendtner und Saskia Sing, Einkauf, von Weisser Spulenkörper sowie Projektleiter Ludger Schmitz von viastore.

Weisser Spulenkörper ist ein führender Hersteller von Spulenkörpern und Gehäusen für Sensoren, Magnete, Transformatoren, Relais und Motoren. Am Stammsitz im württembergischen Neresheim beschäftigt das Unternehmen rund 200 Mitarbeiter. "Unser Ziel ist es, unseren Kunden immer eine flexible, wirtschaftliche und effiziente Lösung anzubieten", sagt Manfred Starnecker, Geschäftsführer des Unternehmens. Als wesentlichen Faktor dafür sieht er die Automatisierung von Prozessen. "Das gilt für die Fertigung wie auch für die Logistik", berichtet er. Deshalb realisierte viastore SYSTEMS für das Unternehmen ein neues Versandlager, das mit moderner Shuttle-Technik ein hohes Maß an Flexibilität, Energieeffizienz und Verfügbarkeit bietet.

Kunden haben hohe Anforderungen an die Lieferqualität

Gegründet wurde Weisser bereits im Jahr 1922. In den 1980er Jahren verlagerte das Unternehmen seinen Betrieb Schritt für Schritt in das Industriegebiet von Neresheim. Dort steht heute eine hochmoderne Produktion mit Fertigung, Werkzeugbau und Automatisierungstechnik. Das Versandlager zog erst vor kurzem dahin um. Dabei nutzte Weisser die Chance, auch das alte manuelle Mann-zu-Ware-Konzept auf ein modernes automatisches Lagersystem umzustellen. "Die Anforderungen unserer rund 1.000 Kunden an die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Lieferungen sind sehr hoch", betont Markus Trinkl, Leitung Service Verkauf bei Weisser Spulenkörper. "Viele von ihnen haben fixe Versandtermine. Das heißt, die Waren müssen vollständig an einem bestimmten Tag in der Woche für den Versand oder die Abholung bereitstehen." Die Automatisierung der Intralogistik-Prozesse sollte die Qualität der Lieferungen weiter steigern. "Wir haben uns die verschiedenen Automatisierungskonzepte für Lager genau angeschaut und uns für die Shuttle-Technologie entschieden", erzählt Manfred Starnecker. Mit der Realisierung des Lagers wurde viastore beauftragt: Der internationale Anbieter von schlüsselfertigen Intralogistikanlagen und Software bietet automatische Lagersysteme auf Basis von Regalbediengeräten sowie das Shuttle-System viaflex. "Wir haben verschiedene Shuttle-Anbieter verglichen", berichtet Manfred Starnecker. "Die Technologie von viastore erwies sich als das für uns geeignetste System."

Maximale Flexibilität und hohe Lagerdichte

Bei der Shuttle-Technologie wird die Ware über individuell angetriebene, energieautarke Wagen in das Lagerfach oder zum Übergabeplatz zur Kommissionierung gebracht. Die Shuttles fahren auf Schienen, die an jeder Regalzeile angebracht sind, und werden über Lifte auf die entsprechende Regalebene gehoben. Die viaflex³-Shuttles von viastore können darüber hinaus auch selbstständig die Regalgänge wechseln - ohne Umsetzer oder ähnliche Einrichtungen. Denn sie verfügen über bis zu 90 Grad schwenkbare Räder und können so zum Beispiel über Weichen und Durchstiche in den Regalen in die nächste Gasse fahren. Damit ist auch eine Lagerlösung möglich, bei der sich das Regal an räumliche Gegebenheiten wie etwa Ecken oder Säulen anpasst. Dadurch kann jeder Quadrat- und Kubikmeter bestmöglich genutzt werden. Gerade die hohe Lagerdichte war für Weisser wichtig, wie Manfred Starnecker erklärt: "Das neue Lager sollte möglichst nah an der vorhandenen Produktion angedockt werden. Dort stand aber nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung. Mit dem Shuttle-System können wir in dem vorhandenen Raum mehr Kartons unterbringen als mit anderen Lagertypen."

Das Shuttle-System viaflex von viastore bietet maximale Flexibilität und ermöglicht eine hohe Lagerdichte.
Bild 2: Das Shuttle-System viaflex von viastore bietet maximale Flexibilität und ermöglicht eine hohe Lagerdichte.
Im Erdgeschoss befinden sich die Einlagerstrecke sowie sechs Kommissionierplätze, die über einen Fördertechnik-Loop miteinander verbunden sind.
Bild 3: Im Erdgeschoss befinden sich die Einlagerstrecke sowie sechs Kommissionierplätze, die über einen Fördertechnik-Loop miteinander verbunden sind.

Kartons in verschiedenen Größen sowie Kunststoffbehälter im Mischbetrieb

Weisser verpackt die Artikel in verschiedene Kartons mit jeweils maximalen Abmessungen von 600 x 400 x 460 Millimetern und 400 x 300 x 460 Millimetern. "Wir bieten heute neben kundenspezifischen Produkten ein breites Katalogprogramm mit rund 4.500 verschiedenen Artikeln", erläutert Manfred Starnecker. Dabei reicht das Spektrum von kleinen 0.01 Gramm leichten Bauteilen bis zu 450 Gramm schweren Artikeln. "Wir planen die Verpackungseinheiten so voraus, dass wir möglichst nur volle Kartons an den Kunden schicken", erklärt Markus Trinkl. Auch dafür erwiesen sich die viaflex-Shuttles als sehr flexibel: Sie nehmen die Kartons durch Unterfahren auf, daher spielen deren Abmessungen - in bestimmten Parametern - keine Rolle. Zudem transportiert viaflex auch Kunststoffbehälter: "Neben Kartons fahren wir im Lager 600 x 400 Millimeter große Boxen", erklärt Markus Trinkl. "Diese sind teilweise von Kunden beigestellt."

Hohe Verfügbarkeit

„Ein weiterer Vorteil der Shuttle-Technologie ist der geringe Energieverbrauch“, ergänzt Manfred Starnecker. Denn durch die geringe bewegte Masse ist viaflex³ sehr effizient – das senkt die Betriebskosten. Auch die Verfügbarkeit der Anlage hatte das Team um Manfred Starnecker im Auge, als die Entscheidung für die Shuttles fiel. Denn alle Shuttles sind autark unterwegs. Sollte eines ausfallen, können die anderen ungestört weiterarbeiten. Erkennt ein Shuttle-Fahrzeug einen Fehler, fährt es an eine Wartungsstation. Auch die Aufladung der Energiespeicher des Shuttles stört den Betrieb nicht, wie Rainer Gschwendtner, IT-Leiter bei Weisser, berichtet: „Das viaflex-Shuttle-System verfügt über zwei Energiespeicher – einen klassischen Akku und einen Kondensator. Der Kondensator wird jedes Mal, wenn das Shuttle im Lift steht, in Sekundenschnelle geladen.“

Anlage über drei Geschosse

Das neue Versandlager von Weisser erstreckt sich über drei Geschossebenen: Im Erdgeschoss befinden sich die Einlagerstrecke sowie sechs Kommissionierplätze, die über einen Fördertechnik-Loop miteinander verbunden sind. Von der Fördertechnik werden die Kartons und Behälter den insgesamt neun Shuttle-Fahrzeugen übergeben, die sie dann über drei Lifts zu den beiden oberen Etagen mit den Regalen transportieren. „Die Aufteilung der Regalanlage auf zwei separate Geschosse erfolgte aus brandschutztechnischen Gründen. Damit war der Einbau einer Sprinkleranlage nicht erforderlich“, erklärt Ludger Schmitz, der zuständige Projektmanager von viastore. Im ersten und zweiten Obergeschoss stehen jeweils ein 55 Meter langes und 15 Meter breites Einbauregal mit elf Ebenen. Die Regale bieten bei einfach tiefer Lagerung Platz für 36.960 Kartons – kleinere Kartons werden zweifach tief gelagert.

Standardsoftware zur Lagerverwaltung

viastore war nicht nur Generalunternehmer für die Lager- und Fördertechnik, sondern realisierte auch die Verwaltungs- und Steuerungs-Software des Lagers: "Die Tatsache, dass viastore neben der Hardware auch die passende Software zur Lagerverwaltung im Angebot hat, war ein weiterer Grund, uns für das Unternehmen zu entscheiden", erklärt Starnecker. Mit viadat bietet viastore eine Standardsoftware zur Verwaltung und Steuerung von konventionellen und automatischen Lagern. Die Lagersoftware eignet sich für kleine Lager mit geringem Umschlag ebenso wie für Distributionszentren mit mehreren Tausend Orderlines am Tag. "Die Lagerfunktionen bei Weisser haben wir durch die Standardfunktionen von viadat abgebildet", erklärt Ludger Schmitz. Manfred Starnecker ergänzt: "Wir haben festgestellt, dass die eine oder andere Anpassung an unsere Prozesse erforderlich ist. viadat bietet hier sehr viele Möglichkeiten zur Konfiguration, so dass diese Anpassungen durch den Standard abgedeckt werden konnten."

Seit Sommer ist das Shuttle-Lager in Betrieb, und Manfred Starnecker ist mit dem Projektverlauf sehr zufrieden: "Die Zusammenarbeit mit viastore war immer fair, angenehm und partnerschaftlich."

Die viaflex-Shuttles nehmen die Kartons durch Unterfahren auf. Daher spielen deren Abmessungen – in bestimmten Parametern – keine Rolle.
Bild 4: Die viaflex-Shuttles nehmen die Kartons durch Unterfahren auf. Daher spielen deren Abmessungen – in bestimmten Parametern – keine Rolle.
Durch die geringe bewegte Masse und den Einsatz von Energierückgewinnungssystemen ist viaflex³ sehr effizient – das senkt die Betriebskosten.
Bild 5: Durch die geringe bewegte Masse und den Einsatz von Energierückgewinnungssystemen ist viaflex³ sehr effizient – das senkt die Betriebskosten.
Lifte heben die Shuttles mit ihren Behältern oder Kartons von der Einlagerung ins Lager und auf die entsprechende Regalebene.
Bild 6: Lifte heben die Shuttles mit ihren Behältern oder Kartons von der Einlagerung ins Lager und auf die entsprechende Regalebene.
Lifte heben die Shuttles mit ihren Behältern oder Kartons von der Einlagerung ins Lager und auf die entsprechende Regalebene.
Bild 7: Die viaflex³-Shuttle-Systeme von viastore können selbstständig die Regalgänge wechseln. Das ermöglicht eine hohe Lagerdichte. Bilder: viastore
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